Es war einmal... - und wie es jetzt ist


Was ist neu bei den Flügen?

Es war einmal... - da gab es in unseren Flug-Unterlagen nach Irland eine einzige Preistabelle. Die war von der damals staatlichen Fluggesellschaft Aer Lingus und deren Preise waren teuer. Ein sogenannter APEX (Advanced Purchase Excursion Tarif) von Düsseldorf nach Dublin z.B. kostete im Jahr 1989 noch 620 DM, also ungefähr 317,- Euro. Solche Tarife waren regelrecht amtlich festgelegt, zuletzt mußten sie immerhin noch dem Verkehrsministerium gemeldet werden.

Mehrere Zwischenstadien lassen wir jetzt aus (in denen wir Lufthansa und British Airways entdeckten, dann auch schon mal Agenten für Ryanair waren, mit einem eigenen Ticketvorrat z.B. …)

Was können wir Ihnen heute anbieten?
Klar, Fliegen ist viel preiswerter als damals. Nur nicht automatisch und garantiert. Ist das schon alles? Leider nein. Es ist auch viel unübersichtlicher geworden. Vor allem, wenn Sie an einem gemütlichen Winternachmittag in trauter Runde zu Hause zusammensitzen und für Ihre ganze Familie kalkulieren möchten, wie teuer denn der Hin- und Rückflug am 1. und 25.8. wird. Früher schauten Sie einfach in unserem Tarifdschungelbuch oder irland journal nach – und dann gab’s ja nur den halbteuren und den ganz teuren Tarif – aber man hatte einen Anhaltswert. Bei Aer Lingus gab’s als Abflugorte eh nur Düsseldorf und Frankfurt.

Erste Schwierigkeit: man mag ja halbwegs auf dem Laufenden sein, von wo die Flieger von Aer Lingus nach Dublin starten (aber: wußten Sie wirklich, daß die bald auch von Stuttgart fliegen? Oder jetzt, in diesem Winter 2010/11 endlich mal wieder ab Hamburg?).
Wo überall sonst noch fliegt heute ein Billigflieger?
Total neu – und nicht jeder kriegt so etwas immer sofort mit…. Und dann sucht man auch gar nicht danach!

Auch bei der zweiten Schwierigkeit helfen wir gerne: herauszufinden, was es denn kosten könnte. Alle sogenannten Billigflieger (zu denen Aer Lingus letztlich auch längst schon gehört) mögen sich in der Werbung, Darstellung etc. unterscheiden – in zwei, drei Dingen sind sie alle gleich: sie müssen genügend Passagiere finden, damit sich der Flugbetrieb rechnet. Und, wie es aussieht, rechnet es sich derzeit (überraschenderweise) auch Richtung Irland.

Was heißt das? Airlines gehen von einem durchschnittlichen Ticketerlös von rund 60-80 Euro pro Strecke aus. Macht hin und zurück also rund 120 bis 160 Euro – zuzüglich Flughafengebühren, manchmal bis zu 80 Euro (oder noch mehr). Summa Summarum also 200 Euro pro Person (Das ist damit klar preiswerter als in früheren Jahren). Wenn diese 200/240 Euro aber „durchschnittlicher Ticketerlös“ bedeuten, heißt das, es gibt Leute, die kriegen denselben Flug für weniger. Für jeden, der 50 Euro weniger bezahlt, muß es aber jemanden geben, der 50 Euro mehr bezahlt – sonst käme ja nie der Durchschnittserlös zusammen. Und so funktioniert das halt nicht nur bei den „Billigfliegern“, das ist auch längst bei Aer Lingus so: an manchen Tagen und/oder zu unangenehmen Uhrzeiten (spät hin, früh zurück) kann es richtig billig sein, zu anderen Zeiten und am anderen Tag bezahlen Sie das Doppelte und Dreifache.

Früher konnten wir Flüge nur im Reisebüro-Reservierungssystem (START) Amadeus buchen. Das leistet uns auch noch heute wertvolle Dienste, weil es uns jeden letzten Platz auf der Maschine anzeigen kann. Oft wissen wir dann schon mit einem Blick: es besteht kein Grund zur Eile – und Sie als Kunde haben noch Zeit zu planen. Oder wir sehen: der späte Nachmittagsrückflug ist bereits ziemlich voll; hier sollten Sie sich schnell entscheiden. Und mit ein oder zwei Knopfdrücken ist der gewünschte Flug dann auch schon gebucht. Nachteil: nur die „klassischen“ Linienflug-Gesellschaften wie Aer Lingus oder Lufthansa sind bei Amadeus vertreten – die meisten Billigflieger kann auch ein Reisebüro nur im Internet buchen. Und dann heißt: entscheiden, buchen, bezahlen – sofort.

Frühmorgens oder spätabends?

Wenn der Flug ganz früh geht, müssen Sie auch entsprechend früh aus den Federn.
Wenn der ganz spät geht (nehmen Sie beispielsweise 50% aller Aer Lingus-Flüge; das sind dann meist auch die preiswerteren), dann haben Sie in Irland das fast identische Problem: nachts (bei Ankunft gegen 20-22 Uhr) wirklich noch nach Dingle oder Donegal? Auch hier verliert man gerne einen Tag – oder gewinnt neue Erfahrungen, wenn man sich auf ein unbekanntes, vielleicht aber vorgebuchtes B&B einlässt…Aber: in die Zeitberechnung muss man es fairerweise mit einbeziehen.

Beispiel gefällig? Wenn Sie im Hunsrück wohnen, vielleicht nur wenige Kilometer vom Flughafen Hahn entfernt, und wenn Ihr Ferienhaus nicht allzu weit im Westen der Dingle-Halbinsel liegt – dann sind Sie tatsächlich nur wenig mehr als die viel beworbenen 2 Flugstunden von Ihrem Ziel entfernt: kurz nach 9 Uhr mit dem Taxi zuhause los, halb zehn einchecken, 10:40 Uhr Abflug, 11:40 Ortszeit Ankunft, Gepäck einsammeln und Mietwagen übernehmen bis kurz nach zwölf (Kerry Airport ist sehr übersichtlich, die Mietwagen stehen quasi vor der Tür…), da ist man um eins in Dingle – also 5 Stunden von Haustür zu Haustür.

Ganz anders sieht es aus, wenn die Flugkoordinaten nicht ganz so günstig sind. Nehmen wir mal an, Sie wohnen auf dem platten Land, in der Nähe von Sundern im Sauerland und haben ein Ferienhaus in der Nähe von Letterkenny gemietet. Dann sieht Ihre Zeitbilanz folgendermaßen aus: 07:00 Uhr zuhause los (von netten Leuten nach Düsseldorf zum Flughafen gebracht – mit öffentlichen Verkehrsmitteln müsste man nämlich um kurz nach 05:00 los und mindestens 3 mal umsteigen, das eigene Auto soll aber auch keine zwei Wochen am Flughafen stehen), 09:30 einchecken, 10:50 Abflug, 11:40 Ortszeit Ankunft in Dublin. Koffer vom Band holen, in die Schlange am Mietwagenschalter stellen, mit Shuttlebus zum Parkplatz fahren (Dublin Airport ist halt deutlich größer als Kerry) und Mietwagen übernehmen: 13:00 Uhr.
Fahrzeit nach Letterkenny für Linksverkehr-Unerfahrene und Nicht-Ortskundige: 4-5 Stunden, Ankunft also so gegen 18:00 Uhr. Damit sind Sie 12 Stunden unterwegs – deutlich mehr als nur 2 Flugstunden!

PS.: Noch ein kleines Argument für das Nachdenken über das eigene Auto: während Sie für den Mietwagen im Zielland bezahlen, steht Ihr Wagen zu Hause unbenutzt in der Garage. Nicht nur die Garagenmiete, auch die Steuern und die Versicherung für’s Auto laufen weiter – ohne dass Sie das Fahrzeug auch nur anrühren. Es ist ein bisschen so, als ob Sie sich für viel Geld einen roten Anzug für die Feier kaufen, obwohl sie einen grünen im Schrank hängen haben…

PPS: Wo sonst noch in Deutschland können Sie mit einem einzigen Anruf die Verfügbarkeit sowie den aktuellen (Tages-)Preis überprüfen?
Bei uns: 02841-930 111.
So einfach ist das. So gut.

Ihr Team von
Gaeltacht Irland Reisen in Moers